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Weitere Darmfunktionsstörungen
Bei einer Stuhlinkontinenz kommt es zu einem ungewollten Entweichen von Darminhalt, beim Reizdarmsyndrom treten oft Bauchschmerzen auf.
Was ist chronische Verstopfung

Weitere Darmfunktionsstörungen

Abgesehen von der chronischen Verstopfung gibt es noch weitere Darmfunktionsstörungen des Darms, wie z. B. die Stuhlinkontinenz oder das Reizdarmsyndrom.

Weitere Darmfunktionsstörungen: Stuhlinkontinenz

Unter Stuhlinkontinenz versteht man das nicht gewollte Austreten von Darminhalt, also von Kot, Flüssigkeiten oder Winden. Diese Darmfunktionsstörung kommt in allen Altersgruppen vor, besonders aber bei älteren Menschen. Bei älteren Menschen tritt eine Stuhlinkontinenz unter Umständen auch gemeinsam mit einer chronischen Verstopfung auf. Eine Stuhlinkontinenz bringt meist eine erhebliche seelische Belastung mit sich, da sie in der Öffentlichkeit häufig mit Ekel und Schamgefühlen assoziiert wird.

Zu den möglichen Ursachen der Stuhlinkontinenz zählen z. B. eine Verletzung des Schließmuskels oder eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur. Aber auch neurologische Schäden, also Schäden im Bereich der Nerven können hier auslösend sein, ebenso chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

Diagnose einer Stuhlinkontinenz

Zur genauen Abklärung der Stuhlinkontinenz erfolgt zunächst ein Arzt-Patientengespräch. Der Arzt wird außerdem die Darmgeräusche abhören und den Enddarm des Patienten abtasten. Dabei wird der Arzt vor allem auf die Eigenspannung des Schließmuskels achten. Im Anschluss kommen verschiedene Verfahren zur Diagnose infrage:

  • Spiegelung vom Mastdarm mittels Koloskopie und vom Afterkanal mittels Proktoskopie und Rektoskopie
  • Untersuchungen im neurophysiologischen Bereich
  • endosonografische Untersuchung des Anus, um z. B. Verletzungen zu erkennen
  • Messung des Drucks im Mastdarm (Manometrie)
  • Kontrastmittel-Röntgen
  • Magnetresonanztomografie des Beckenbodens

Therapie bei Stuhlinkontinenz

Ist die Ursache der Stuhlinkontinenz eine Erkrankung, wird zunächst die Grunderkrankung behandelt. Darüber hinaus kommen zur Therapie konservative Methoden infrage, wie z. B.:

  • Beckenbodentraining
  • Biofeedback
  • Training der Gewohnheiten, die den Stuhl betreffen
  • Medikamente

Als Hilfsmittel bei Stuhlinkontinenz können Vorlagen und Windeln sowie Analtampons infrage kommen. Eine anale Irrigation, also eine Darmspülung zur Stuhlentleerung, verschafft dem Patienten die Möglichkeit, für mehrere Stunden nicht mit Stuhlgang rechnen zu müssen. Die Anwendung der Darmspülung sollten sich Betroffene gut erklären lassen.

In manchen Fällen muss eine Stuhlinkontinenz operativ behandelt werden. Folgende Verfahren gibt es:

  • chirurgische Eingriffe am Schließmuskel: Kleine Einrisse werden vernäht, bei nicht funktionsfähigem Schließmuskel wird eine Rekonstruktion versucht. Dabei wird – meist mit einem Muskel vom Oberschenkel – ein körpereigenes Implantat eingesetzt. Auch künstliche Schließmuskeln werden zum Teil verwendet.
  • sakrale Nervenstimulation: Wenn Nerven im Bereich des Beckens beschädigt sind, wird ein kleiner Schrittmacher im Gesäß eingesetzt, der die noch intakten Nervenenden stimuliert. Auf diese Weise wird der Schließmuskel angeregt und der Stuhl kann zurückgehalten werden. Für den Stuhlgang wird dann der Schrittmacher ausgeschaltet.
  • Eine letzte Option, wenn der Darmabgang über den Anus nicht reguliert werden kann, ist die Kolostomie: Hier wird ein Stoma angelegt. Dies bedeutet, dass ein Teil des Dickdarms mit einer künstlichen Öffnung in der Bauchdecke verbunden wird, um den Stuhl über diese Öffnung am Bauch abzuleiten. Die Ausscheidungen landen dann in einem Stomabeutel, der an der Öffnung angebracht ist.
  • Prolapsoperation: Wenn ein Enddarmvorfall, also eine Ausstülpung des Enddarms (Prolaps), die Ursache für die Stuhlinkontinenz ist, wird dieser Darmabschnitt operativ vom After aus entfernt. Der Dickdarm wird mit einem Netz aus Kunststoff am Kreuzbein befestigt, um einen erneuten Prolaps zu verhindern.

Weitere Darmfunktionsstörungen: Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom gehört ebenfalls zu den Darmfunktionsstörungen. Frauen sind in der Regel doppelt so oft betroffen wie Männer. Früher nannte man diese Erkrankung häufig „Colon irritabile“ oder „irritables Kolon“. Heute gilt diese Bezeichnung als unzutreffend, weil vermutet wird, dass das Reizdarmsyndrom sich keineswegs nur auf das sogenannte Kolon (also den Dickdarm) beschränkt. Es treten beim Reizdarmsyndrom Darmsymptome auf, die in der Regel keine körperlichen Ursachen haben. So kann ein Reizdarmsyndrom z. B. durch eine psychische Belastung wie Angst oder Trauer ausgelöst werden. Zu den auftretenden Symptomen gehören unter anderem:

  • sich wiederholende Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Blähungen

Diagnose und Therapie des Reizdarmsyndroms

Die Diagnose des Reizdarmsyndroms erfolgt mithilfe einer Ausschlussdiagnose. Dafür müssen andere Ursachen (Tumore, Infekte, chronisch entzündliche Darmkrankheiten, Geschwüre, Lebensmittelunverträglichkeiten etc.) ausgeschlossen werden. Dafür können z. B. eine Blutanalyse oder ein Ultraschall des Bauches infrage kommen, aber auch ein Test auf Unverträglichkeiten.

Es gibt nach aktuellem Kenntnisstand keine Behandlung, die auf die Ursachen abzielt. Stattdessen versucht man, mit entsprechenden Maßnahmen die Symptome zu lindern. Dafür kann z. B. eine Umstellung der Ernährung erfolgen, Wärmeanwendungen, psychische Interventionen sowie die Vermittlung von Entspannungsmethoden, aber auch eine Behandlung mit Schmerzmitteln oder Medikamenten zur Krampflösung.

Fedor Singer

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